Oder besser gesagt “jede Hundertstelsekunde zählt“. Der Start des ATV ist für morgen früh 5:03:04 MEZ geplant – und zwar für haargenau dann. Bei Raketenstarts machen diese verschwindend kleinen Werte einen großen Unterschied. Denn jede noch so kleine Abweichung des Zeitplans würde Probleme verursachen. Wie Sie im Zeitplan sehen können, sind auch alle vorangehenden und folgenden Ereignisse bis auf die Hundertstel-Sekunde geplant.
So hätte zum Beispiel eine Hundertstel Sekunde Verspätung zur Folge, dass die Oberstufe länger als nötig gefeuert hätte und – mit dem überschüssigen Antrieb – wir über das Ziel hinaus schiessen würden. .01 Sekunde zu früh hingegen würde bedeuten, dass Jules Verne seinen eigentlichen Orbit in 260 km Höhe nicht erreicht.
Aus diesen Gründen müssen sowohl die Startzeit als auch alle folgenden Ereignisse bis auf’s letzte Hundertstel geplant sein, damit Jules Verne seine richtige Umlaufbahn erreicht und sicher seinen Weg zur ISS findet.
Oje, wenn ich bedenke, dass ich letzte Woche fast 20 Minuten zu spät bei meinem Zahnarzttermin war und mein Zug nach Frankfurt sogar 45 Minuten Verspätung hatte...









